Leider Gottes ist es mit dem Kauf eines neuen fahrbaren Untersatzes alleine nicht getan. Das Traumauto – so redlich Sie es sich verdient haben – verschlingt neben dem Kaufpreis noch so manchen Franken.
Lange wälzte man sich in einer Entscheidung, hat sich eine Marke angeschaut, dann eine andere. Modelle wurden verglichen, Testfahrten durchgeführt. Letztendlich hat man den Kaufvertrag unterschrieben und ist nun stolzer Besitzer eines Wagens, von dem man nicht nur mitunter Jahre in süssen Träumen schwälgte, sondern ihn sich dank des sauer Angesparten auch tatsächlich leisten kann. Schön und gut. Herzlichen Glückwunsch! Aber haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, was finanziell auf Sie zukommt? Nachfolgend geben wir Ihnen einen kurzen Abriss, denn letztendlich soll der Traumwagen ein solcher bleiben und sich nicht in ein Alptraumvehikel verwandeln.
Sowas entwickelt sich aber schnell, besonders bei Erstwagenbesitzern. Ein Auto ist wie eine Mätresse: Sie will unterhalten, versorgt werden. Mit mindestens 500 Fränkli muss man im Monat rechnen, sogar bei Autos, die preislich eigentlich günstig erschienen und kaum gefahren werden.
Neuwagen mögen auch nach einem Jahr noch immer wie neu aussehen, aber faktisch verlieren sie jeden Monat, jedes Jahr, erheblich an Wiederverkaufswert. Bis zu erklecklichen 10 Prozent pro Jahr, wenn man einer Broschüre des TCS Glauben schenkt. Tatsächlich verliert ein Neuwagen in den ersten Jahren aber mehr an Wert als später. Die Wertminderung flacht mit der Zeit ab. Dennoch kann man behaupten, dass ein 15 Jahre lang betriebenes Auto aufgrund dieser Wertabschreibung praktisch nur noch wenige 100 Franken wert ist; ausser Sie heben es garagengepflegt für die nächsten 100 Jahre auf. Dann wird es selbstverständlich zur teuren Antiquität.
Für den Strassenverkehr zugelassene Fahrzeuge unterliegen einer Verkehrssteuer, deren Höhe von Kanton zu Kanton unterschiedlich ist. Für den Kanton Bern gelten gegenwärtig diese Sätze.
Gesetzlich vorgeschrieben ist für jedes Auto eine Hafpflichtversicherung. Darum kommt man nicht herum. Die Prämine können dabei erheblich gefächert, je nach Autotyp, Vericherungsgesellschaft und erreichter Bonus- oder Malusstufe.
Wer sich dazu entschliesst, ein Auto durch Leasing anzuschaffen, dem wird meistens neben der obligatorischen Haftpflichtversicherung auch noch der Abschluss einer Teil- oder sogar Vollkaskoversicherung abverlangt. Auch hier unterscheiden sich die Prämien wieder sehr stark. In unserem Ratgeber zu Autoversicherung geben wir Ihnen weiterführende Informationen dazu.
Wer in einem dichtbesiedelten Stadtgebiet lebt, weiss ein Lied davon zu singen: Parkplätze sind rar. Doch irgendwo muss das Auto eben abgestellt werden. Es gibt zwar Einstellhallen, die entweder öffentlich ode rprivat betrieben werden, aber diese verlangen für den Abstellplatz eben auch ab 100 und bis zu 300 Franken an gebühren pro Monat. Das geht ins Geld. Billiger wird es wenn man in den Genuss einer Anwohnerparkkarte für die blaue Zone kommt, aber eben halt doch nicht gratis. Mit 200 bis 400 Franken pro Jahr muss man rechnen.
Die Wertminderung ist nicht das selbe wie die Abschreibung, denn beid er Wertminderung kommen vor allem die Kilometer zum Tragen, die das Auto im Laufe der Jahre zurück gelegt, was dann vor allen Dingen eine Auswirkung auf den Motorenverschleiss hat. Gemäss TCS beträgt die durchschnittliche Wertminderung pro 10.000 gefahrene Kilometer etwa 2 Prozent des Neuwagenpreises.
Ältere Autos mit grossem Hubraum stellen sich nicht selten als Spritsäufer heraus. Neuere Modelle sind auf der anderen Seite heute meist so hochentwickelt, dass sie sehr ökonomisch im Spritverbrauch sind. Man darf das aber dennoch nicht unterschätzen. Gerade wenn man sehr viel fährt, läppert es sich schnell zusammen. Hinzu kommen die starken Preisschwankungen des Benzinpreises, was die Vorauskalkulation des monatlichen Aufwnades für Treibstoff erschwert.
Keineswegs unerheblich sind auch die Kosten für regelmässige Wartung, die schon alleine im Zuge der Abgaswartung und Kalibrierung des Motors (und damit geringerem Treibstoffverbrauch) notwendig ist. Grob überschlagen muss man für diese Kosten etwa 600 bis 1.00 Franken pro gefahrene 10.000 Kilometer ansetzen. Im Endeffekt sind diese Kosten auch eine Frage des Automodells. Als Faustregel gilt: Je grösser und teuer im Anschaffungspreis der Wagen ist, desto mehr blättert man auch für die Wartung auf den Tisch. Nicht zu unterschätzen sind ausserdem Reparaturen nach Pannen oder gar Unfällen, die oft mit einer Rechnung von mehreren tausend Franken empfindlich zu Buche schlagen.
Je nach Fahrweise nutzen sich die Reifen mehr oder weniger schnell ab. Über den Daumen gepeilt darf man jedoch davon ausgehen, dass circa alle 30.000 Fahrkilometer ein neuer Reifensatz notwendig wird. Und vergessen Sie auch nicht die Kosten für den Reifenwechsel in der Werkstatt!
Wer seinen Wagen sorgfältig pflegt, der hat länger Freude damit und kann ausserdem dessen Wert besser erhalten. Der durchschnittliche Schweizer Motorist gibt alljährlich etwa 150 Franken für die Pflege seines Wagens aus: Waschanlage, Wachsen, Sitzpolsterpflege, neue Scheibenwischblätter und –flüssigkeit, usw.; alles ist mit Kosten behaftet.
Wer weitere Informationen und –broschüren zum Thema Autokosten haben möchte, kann sich entweder an den TCS oder den Beobachter wenden.